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01.12.25

RAL-Fenstermontage von Anfang bis Ende

So gelingt die Fenstermontage nach RAL

Ein Fenster ist nur so gut wie seine Montage. Es ist nicht nur eine Floskel, sondern ein Grundsatz in der Fenstermontage. Wird er nicht erfüllt, drohen massive Schäden in der Gebäudefassade und ein hoher finanzieller Schaden bei Schadensersatzansprüchen. Eine klare Richtlinie zur Vermeidung von problematischen Schadensfällen stellt die RAL-Montage dar. Sie definiert Form und Funktion einer funktionierenden 3-Ebenen-Montage. In diesem Artikel wollen wir über die Ausführung, die Funktionsweise sowie die Praxiserprobung berichten.



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Was bedeutet RAL?
RAL steht für Reichsausschuss für Lieferbedingungen und wurde 1925 durch die damalige deutsche Privatwirtschaft sowie der deutschen Regierung gegründet. Das damalige Ziel hält bis heute Bestand. Nämlich die Vereinheitlichung sowie die Vereinfachung von technischen Lieferbedingungen. Der bekannteste Auszug aus dem RAL-Universum stellen wahrscheinlich die RAL-Farben dar. Neben den Farbdefinitionen wird auch die heutige Fenstermontage definiert und genau geregelt.

Was ist die RAL-Montage, und wer regelt sie?

Es gibt viele Arten, ein Fenster zu montieren. Der Hauptunterschied liegt zwischen Neubau und Sanierung. Die RAL-Montage definiert hierzu einen fachlich korrekten Einbau nach dem Stand der Technik. Sie gewährleistet ein funktionierendes Konzept in der Montage. Geregelt und kontrolliert wird die RAL-Montage von dem Institut für Fenstertechnik ift Rosenheim. Schriftlich festgehalten in dem RAL-Montageleitfaden 2020.




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Welchen Grundsatz erfolgt die RAL-Montage im Fensterbau?

Die RAL-Montage definiert Arbeitsschritte, welche zu einem fachlich korrekten Wandanschluss führen. Sie folgt dabei dem Grundsatz „Innen dichter als außen“ sowie eines 3-Ebenen-Prinzips. Hierzu muss die innere Ebene diffusionsdicht sein, damit das Innenraumklima vor äußeren Einflüssen geschützt wird. Die mittlere Ebene erfüllt Wärme- und schalldämmende Funktionen. Die letzte Ebene, die äußere Ebene, wird als Schlagregendichtund zeitgleich Dampfdiffusionsoffen definiert.

Wie kann das 3-Ebenen-Prinzip der RAL-Fenstermontage eingehalten werden?

Zunächst muss man zwischen einer Montage in der Altbausanierung sowie einer Montage im Neubau unterscheiden, da beide unterschiedliche Anforderungen stellen.


Bei der Neubaumontage gibt es zwei praxistaugliche Möglichkeiten:

Zum einen kann ein hochmodernes Kompriband eingesetzt werden. Genauer gesagt ein » Multifunktionsband « (h-Band3, h-Band3+). Dieses darf maximal 6 mm schmäler sein als die Bautiefe des Fensterrahmens und gewährleistet eine RAL-Montage mit nur einem Arbeitsschritt.

Ein weiterer Vorteil des » Multifunktionsbandes « liegt darin, dass es bereits unmittelbar vor der Montage bequem angebracht werden kann. Hierzu wird es einfach auf dem Rahmenrücken des Fensters oder der Tür aufgeklebt. Die Eckausbildung muss „stumpf“ gestoßen werden.

Eine weitere Möglichkeit bietet eine Kombination aus PUR-Schaum und modernen » Folien «, wie beispielsweise unsere h-Folie i für innen und die h-Folie a für außen. Hierbei werden beide Folien bereits unmittelbar vor der Montage angebracht. Nachdem das Fensterelement verschraubt wurde, kann zunächst die innere i-Folie angeklebt werden. Zum Schluss wird dann die Wandanschlussfuge von außen ausgeschäumt und die äußere a-Folie mit dem Mauerwerk verklebt.


Bei der Altbaumontage gestaltet sich die RAL-Montage etwas aufwendiger. Alle 3 Ebenen werden händisch auf der Baustelle hergestellt.

  1. Zu Beginn wird je nach Situation ein schlagregendichtes und UV-beständiges Kompriband für den äußeren Anschluss an dem Rahmen angebracht.
  2. Der mittlere Teil des Rahmenanschlusses wird mit PUR-Schaum ausgefüllt.
  3. Die Wandanschlussfuge zum Rauminneren wird mit Silikon abgedichtet. Wichtig bei der Versiegelung ist die Vermeidung einer Dreiflankenhaftung. Hierbei hilft eine Rundschnur, die zwischen Schaum und Silikonfuge eingesetzt wird. Da Silikon eine Wartungsfuge darstellt, sollten sie regelmäßig kontrolliert und erneuert werden.
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In einer warmen, sommerlichen Arbeitsumgebung wird der Ausdehnungsprozess schneller beginnen und abgeschlossen sein. Im Gegensatz hierzu benötigt das Band an kälteren Tagen etwas länger zum Aufquellen.